Dr. Inge Eichhorn

Altersschwerhörigkeit und Hörgeräte

Die Altersschwerhörigkeit setzt ab dem fünften Lebensjahrzehnt ein und ist ein ganz natürlicher Prozess. Durch altersbedingten Degenerationsvorgänge im Innenohr mit seinen Sinneszellen erfolgt eine eingeschränkte Aufnahme und Weitergabe der Signale an den Hörnerv und die verantwortlichen Hirnbereiche.

Zunächst beginnt die Gehörabnahme im Hochtonbereich. Das Ticken der Armbanduhr und später das Zwitschern der Vögel kann nicht mehr wahrgenommen werden. Später kommt es zu Problemen, in geräuschreicher Umgebung zu verstehen. Es wird immer schwieriger, Gesprächen zu folgen.
Die Altersschwerhörigkeit birgt die Gefahr, sich zunehmend aus der Gesellschaft zurückzuziehen und sich dadurch sozial zu isolieren.

Das ursprüngliche Hörvermögen lässt sich nicht wiederherstellen. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, mit individuell angepassten Hörgeräten den Hörverlust auszugleichen. Wichtig ist hierbei, nicht zu spät zu beginnen, da der Hörnerv seine Fähigkeit, Signale aufzunehmen und weiterzuleiten immer mehr verliert, je länger die Schwerhörigkeit besteht.

 

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