Dr. Inge Eichhorn

Kinder und Hörminderung

Kinder können mit einer Schwerhörigkeit geboren werden oder sie später entwickeln.

Angeborene Hörschäden bis zur Taubheit können vererbt sein oder durch Infektionen oder Einnahme schädigender Medikamente der Mutter während der Schwangerschaft entstehen.Eine angeborene Schwerhörigkeit fällt nicht unbedingt gleich auf, denn ein schwerhöriger Säugling verhält sich zunächst genauso wie ein hörender. Die Grundlagen für die Hör-Sprachentwicklung aber werden in den ersten zwei Lebensjahren gelegt. Nur wer hört, lernt sprechen. Durch das rechtzeitige Erkennung einer Hörstörung des Neugeborenen (Screening) ist eine adäquate Frühversorgung, z.B. Hörfrühförderung oder Hörgeräteanpassung möglich.

Doch auch Kinder, die mit gesundem Gehör zur Welt kommen, können Hörprobleme bekommen. Die häufigste Ursache sind hier Paukenergüsse, ein Flüssigkeitsstau hinter dem Trommelfell, die oft nach Mittelohrentzündungen oder nach einem Infekt der oberen Luftwege entstehen können. Besteht ein solcher Paukenerguss über mehrere Wochen, so sollte er in jedem Fall behandelt werden, da die weitere Sprachentwicklung und damit die gesamte geistige Entwicklung gehindert werden kann.

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